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 Unbreak her Heart 
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Beitrag Unbreak her Heart
Unbreak her Heart

Prolog

Man sagt,das Leben sei ein Leidensweg,ein Pfad voller Prüfungen,Qualen,voller Hoffnung,aber vorallem voller Enttäuschungen - Ein Spiel,das man nicht gewinnen kann.
Man kann nur kämpfen und hoffen,daß man sich zumindest einen Teil seiner Ziele erfüllen kann,
ehe die Uhr des Lebens zum stillstand kommt,die Speichen des Rades des Schicksals zu einer letzten Umdrehung ansetzen und man diese grausame Welt verlässt um erlöst zu werden und zu all den Ahnen und geliebten Menschen die man während des Aufenthaltes hier verloren hat wieder zu sehen - Aber auch um für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden - für die guten,sowie für die schlechten.
So bleibt es also an jedem selbst,was mit ihm nach einem Entschwinden geschieht - und wie er sich darauf vorbereitet.
Ob er kampflos aufgibt und sich seinen Schicksal hingibt,oder ob er trotz aller Rückschläge weiter kämpft um wenigstens einen letzten Funken Licht in diese Welt zu bringen - für sich,sowie für andere.
Doch wie viel kann ein Mensch ertragen?

Dies ist die Geschichte eines solchen Kampfes.


Es begab sich zu einer Zeit,die nur allzu gern in Vergessenheit gerät,
denn es war eine Zeit großen Fortschritts,großen Ruhmes und Reichtums,
aber auch eine Zeit der Zerfalls,der Korruption,des Verbrechens,der Ausbeutung und des Niedergangs.
Eine Zeit in der Worte zu Stahl und in der Herzen zu Stein wurden.
Eine Zeit also,aus der eigentlich alle ihre Lehren ziehen sollten,anstatt sie einfach aus dem Gedächtnis und der Geschichte zu verdrängen.

Wir befinden uns Lunaris,einer Stadt,die wie der Name schon sagt,einst für ihre wundervollen Mondabende bekannt war.
Zu fast jedem Vollmond waren die gepflasterten Straßen und Gassen jener großen und mächtigen Stadt geradezu überfüllt...hunderte von Menschen blickten in den oft nahezu wolkenlosen Himmel um diese reine,weiße Scheibe am Horizont zu sehen und ihre verschiedenen Krater,sowie ihr Spiel mit den vereinzelt auftauchenden Wolken zu beobachten.
Doch nun sind die Straßen leer,keine Seele ist mehr zu sehen,in den kalten und dunklen Gassen,modriger Nebel schwebt durch die Zwischenräume der Häuser und es herrscht Stille.
Es scheint nichts mehr übrig geblieben zu sein,von dem einstigen Treiben,der Fröhligkeit und der Ausgelassenheit der Menschen.
In der ferne hört man lediglich das Rattern von Kutschen,das Klicken von Zahnrädern,hin und wieder mal ein paar quietschende Scheunentore - und ein leises schluchzen.
Früher,als sie noch klein war,war sie auch öfters hier gewesen - mit ihren Eltern.
Damals,als der See noch rein und klar war und sich der fahle und doch wunderschöne Mond darin spiegelte.
Doch heute ist der See trübe,trübe wie ihr durch Tränen verschleierter Blick,getrübt durch die vielen Abfälle der Alchemikanten,welche das Wasser nicht nur zur Kühlung,sondern auch zur Ableitung alles überschüssigem Rests benutzen.
Trübe und leer,frei von allem Leben,aller Lebendigkeit und jeglicher Freude ehemaliger Zeiten.
Sie weint bitterlich,
und bitter prasselt der Regen auf die Straße und vertreibt die ätzenden Dämpfe,welche aus den Hütten am See aufsteigen und seit Jahren des Nachts die Gassen der Stadt heim suchen,durchnässt ihre Haare und ihren Körper,vermischt sich mit ihren Tränen,sammelt sich an ihrem Kinn zu einigen glänzenden Tropfen und entschwindet schließlich in der Dunkelheit.
Wie die Tropfen in der Dunkelheit,so ist auch ihre Hoffnung dahingeschieden.
Zerborsten an der unbarmherzigen Kälte dieser Welt,der Härte der Menschen,der Bitterkeit der Gesichter und der Gnadenlosigkeit der eigenen Rasse gegenüber.
Gebrochen und unterkühlt blickt sie in den von dunklen Wolkenfetzen durchzogenen Himmel,das kalte und fahle Mondlicht fällt auf ihre zarte,helle Haut herab und lässt ihre Haare dunkelrot,fast lila schimmern.
Es hat sich viel verändert seit damals,es ist viel geschehen - wenig Gutes,viel Schlechtes aber vorallem irreversibles.
Und so sitzt sie nun da,auf diesem granitenen Treppenabsatz - allein,nur umgeben vom eisigen,durch den Regen angepeitschten Wind in ihrem Schluchtzen begleitet von den quietschenden Fensterläden dieses finsteren Viertels.
Verloren in ihren Gedanken,in ihrer Einsamkeit und in der Ferne zu dieser Welt.
Verloren in Erinnerungen,in Trauer und in ihren Phantasien,ihre letzte Hoffnung.
Verloren in den Gedanken an das wenige schöne Vergangene und an das,was hätte sein können.
Gezeichnet für's Leben.


17. Sep 2010, 11:52
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