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 Die Reisen des Hargorin Schwarzfaust 
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Beitrag Die Reisen des Hargorin Schwarzfaust
„Und du weißt wirklich wo es langgeht? Nicht das wir uns schon wieder verlaufen.“
„Jetzt halt doch einmal, wenigstens einmal dein vorlautes Mundwerk!“ brüllte Hargorin seinen Begleiter an. „Solange nicht ein Bartloser Zwerg des Weges kommt sind wir auf dem richtigen Weg. Und damit ist die Diskussion beendet.“
„Warum habe ich diesen Auftrag nur angenommen. Ich, ein Krieger, ein Kämpfer, eine Tötungsmaschine muss mich mit so einem verzogenen Menschenbalg abgeben. Noch keine Haare im Gesicht aber große Reden schwingen. Ja das können die Menschen gut“ dachte sich Hargorin.

Zwei quälend lange Tage später kommen Hargorin und sein Begleiter endlich vor den Toren der Stadt Rodhesia an. Während der Reise hätte Hargorin den Menschenjungen an seiner Seite mehrere male erschlagen, erwürgt, erstochen, zerhackt und den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen, in dieser Reihenfolge, wenn er es denn nur gedurft hätte. Doch an dem Leben dieses Jungen hingen leider eine Menge Beutel mit Gold gefüllt, Beutel die Hargorin gut gebrauchen konnte. Seit die Schwarze Legion sich aufgelöst hatte nahm Hargorin so gut wie jeden Auftrag an der genug Gold um damit über die Runden zu kommen abwarf. Doch sollte dieser Junge nur noch einmal, ein einziges mal fragen ob es noch weit wäre, warum Zwerge alle Bärte haben und ob nicht vielleicht doch ein Bartloser Zwerg des Weges kommen würde oder sonst etwas fragen, sagen oder auch nur zu laut atmen, würde er ihn, dass schwor Hargorin bei seinem Krähenschnabel auf der Stelle erschlagen, erwürgen, erstechen, zerhacken und an die Bettler der Stadt verfüttern.

„Ich liefere dich nur noch schnell bei deinem Großvater ab, nehme ihm das Gold ab und dann besaufe ich mich in der nächstbesten Schänke.“
„Vorher Essen wir aber noch etwas.“
„Nein!“
„Mein Großvater wird auch für die Kosten aufkommen.“
„Egal!“
„Aber ich habe Hunger.“
„Fress Dreck!“
„Dann sage ich meinem Großvater aber dass ich ganz schlecht behandelt wurde und du mich geschlagen hast und…“
Hargorin riss den Jungen an der Schulter zu sich und brüllte ihm im feinsten Kasernenhofton an. „Jetzt hör mir mal zu du kleines verwöhntes Bürschen…“
Als Hargorin merkt dass er die Aufmerksamkeit der halben Stadt und damit auch die der Stadtwache auf sich lenkt zerrt er den Jungen in die nächste Taverne.
„Such dir was aus, aber beeil dich.“
„Ich kann mich nicht entscheiden.“
„Wenn du nicht sofort etwas bestellst drück ich dich solange mit dem Gesicht auf den Fußboden bis du jedes einzelne Staubkorn gefressen hast und den Leuten hier wäre das egal.“
Als sich der Junge in der Taverne umguckt und in grimmige Gesichter schaut merkt er schnell das Hargorin wohl recht hat dass sich hier keiner um sein Schicksal kümmern würde und wie er Hargorin einschätzt würde er ihn wirklich Staub fressen lassen. „Ist ja gut. Ich nehme einen Teller Suppe.“
„Wirt! Einen Teller Suppe für den kleinen und eine halbe Haxe für mich.“

Während des Essens herrschte eine Eisige Stille an dem kleinen Tisch. Der Junge wagte es nicht den immer gereizter werdenden Hargorin mit weiteren Fragen oder gar Wünschen zu provozieren. Dafür war ihm sein Leben zu lieb.
Nachdem die beiden gegessen und Hargorin missmutig die seiner Meinung nach viel zu hohe Rechnung beglichen hat wollte Hargorin den Jungen schleunigst loswerden. Doch wie das Leben so spielt sollte er ihn noch länger als ihm lieb ist mit sich rumschleppen. Denn just in dem Moment wo Hargorin mit dem jungen aus der Taverne spazierte erkannte eine der Stadtwachen – die auch Hargorins Wutausbruch zur Kenntnis genommen hatte – den Jungen wieder. Leider war der Junge der Enkel eines sehr wohlhabenden und politisch versierten Mannes, der am frühen morgen ermordet aufgefunden wurde. Und da bekannt war das der Mann seinen Enkel zu sich bestellt hatte und Hargorin einen Tag zu spät in Rodhesia ankam dachten alle dass der Junge entführt wurde um vom ebenfalls wohlhabenden aber nicht so politisch versierten Vater Lösegold zu erpressen.

„Heda! Ihr, Zwerg. Bleibt sofort stehen!“
Völlig überrascht sich einer eventuellen Schuld unbewusst reagierte und blieb stehen. „Ja?“
Die Stadtwache senkte die Hellebarde und zielte damit auf Hargorins Kehle. „Was macht ihr mit dem Jungen?“
„Ich bringe ihn zu seinem Großvater.“
„Das kann ich für euch übernehmen.“
„Und wieso solltet ihr euch dazu herablassen einem Zwerg wie mir einen Botengang abzunehmen und woher soll ich dann mein Gold bekommen?“
„Weil das der Enkel von einem Mann ist der sehr viel Macht hat und ihr es nicht wert seit ihm gegenüberzutreten.“

Was Hargorin in dem Moment noch nicht wusste war dass ebenjene Stadtwache mit den Mördern unter einer Decke steckte und den Jungen so schnell wie möglich heimlich aus der Stadt schaffen wollte bevor noch ein Kollege den Jungen sah oder die Bevölkerung von dem Mord und der Entführung mitbekam.

„Und warum hat dann ebenjener mich beauftragt den Jungen heil und Gesund zu ihm zu bringen? Und jetzt tretet aus dem Weg, ich will euch nicht wehtun.“
„Es gibt da nur ein Problem Zwerg. Der den ihr sucht ist tot. Und der Junge kommt mit mir, denn er ist ein Haufen Gold wert.“
Überrascht dreht sich Hargorin wieder zu der Stadtwache um. „Was sagtet ihr da? Sein Großvater ist tot und der Junge einen Haufen Gold wert?“
„Nicht so laut. Wenn ihr wollt beteilige ich euch an dem Geschäft.“
„An welchem Geschäft denn?“ Zeitschinden war die Devise. Er traute diesem Kerl nicht und er wusste dass er an bestimmt keinem Geschäft beteiligt würde.
„Wir erpressen seinen Vater.“
Bevor Hargorin jedoch etwas sagen konnte schmiss sich der Junge vor ihm auf den Dreck und flehte ihn um Hilfe an: „Bitte nicht. Ich flehe euch an Hargorin. Bringt mich wieder zurück zu meinem Vater und er wird euch reich belohnen. Bitte.“
Da Hargorin diesem Kerl sowieso nicht traute, ihm das Schicksal des Jungen zwar egal war aber er an sein hart verdientes Gold wollte schob er den Jungen hinter sich und lehnte dankend ab.
„Damit habt ihr euer Schicksal besiegelt Zwerg.“


27. Feb 2010, 17:00
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Beitrag Die Reisen des Hargorin Schwarzfaust
Noch bevor Hargorin etwas erwidern konnte musste er den Angriff der Wache abwehren. Obwohl er kein Gegner für Hargorin war wusste die Wache mit seiner Hellebarde umzugehen. Während Hargorin jeden Angriff blockte überlegte er wie lange er diesen armen Tropf noch zappeln lassen wollte. Die Attacken wurden zwar immer schneller aber auch immer hektischer und damit ein leichtes für Hargorin einen gut platzierten Konter zu setzen der den rechten Arm zertrümmerte. Schreiend ließ der Angreifer die Hellebarde fahlen und hielt sich mit der linken Hand seine Zerschmetterte rechte Hälfte fest.
Nicht aus Mitleid, wohl aber aus Langeweile ließ Hargorin den schreienden Mann auf dem Boden liegen und ging mit dem Jungen, ohne dem winselnden noch weiter Beachtung zu schenken, aus der Stadt hinaus.

„Wow! Das war ja…“
„Sei still. Ich muss nachdenken“ brummte Hargorin den Jungen an. „Dein Großvater ist tot, ich hab dich immer noch am Hals dazu auch noch eine unbestimmte Anzahl an Häschern und mein Gold habe ich auch nicht. Das ist der derzeitige Standpunkt und er gefällt mir gar nicht.“
„Und was machst du jetzt mit mir?“ fragte der Junge zögerlich.
„Das überlege ich mir noch. Erst einmal gehen wir zu einem der mir noch einen Gefallen schuldet und eine sichere Herberge für uns hat.“

Nachdem sie ohne weitere Zwischenfälle bei Hargorins altem Freund ankamen war der Junge so müde das er auf dem Bärenfell vor dem Kamin einschlief. Hargorin beriet im flackernden Schein der Flammen mit seinem Kumpan wie es weitergehen soll.
„Du wirst ihn also zurück zu seinem Vater bringen und dir von ihm das Gold holen?“
„Erst einmal muss ich seinem Vater erklären warum sein Vater tot ist und ich ihm seinen Sohn wiederbringe.“
„Hargorin mein Lieber, dass wird ihn glaub ich nicht interessieren. Hauptsache er sieht seinen Sohn wieder. Wir Menschen sind halt so.“
„Du tust ja gerade so als wenn wir Zwerge alle Eiskalt wären und uns nicht um die Familie kümmern“ warf ihm Hargorin grinsend vor.
„Was! Seid ihr das etwa nicht“ erwiderte er mit gespielter Verblüffung.

Am nächsten Morgen verabschiedeten sich Hargorin und der Junge und machten sich auf die beschwerliche Reise zu Hargorins Beutel voll Gold.

Es hätte eine ruhige Reise werden können, doch wie das so im Leben nun einmal ist wurde, es genau das Gegenteil.


24. Aug 2010, 14:58
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