Aktuelle Zeit: 23. Nov 2017, 06:36  




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
 Mutter Naturs Rache 
AutorNachricht
Registered User
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 248
Wohnort: Im Keller. Daher Dark Lord (siehe SIG)
Geschlecht: männlich
Charakter: Mirvon - Magier
Chaoschar: Nevs - Volltrottel
Beitrag Mutter Naturs Rache
Und so sangen die Holzfäller, während sie ihre Äxte schwingten, um den Bäumen Schlag für Schlag ihr Leben zu entnehmen.

,,Hoch lebe der Mensch! Schützen muss er Brüder und Schwester!
Vor dem Elend, das in den Wäldern lauert
Und den Flüchen, mit denen die hölzernen Herren
Uns einfache Leute krank machen!
Wir sind schwach
Doch bald werden wir stark!
Wir werden nehmen, was die große Mutter uns gab
Und es in unseren Händen neu formen!"

Was sie nicht mehr wussten, dass sie alle bald größeres Leid erfahren werden. Denn ein Wald, einem Dorfe, oder einer Stadt gleich, besitzt die Vögel und die Geziefer, wie dem Volk gleich. Und der Wald wird auch sich schützen, mit Wölfen, den Stadthaltern und Wachen gleich.
Doch eines kann ein Wald nicht: Seine Bewohner sind stumm und nur das fiepen und flüchten könnte sie vor ihren Feinden retten, denn niemand würde ihnen zu Hilfe eilen. Und auch der Wolf ist nicht geschaffen, sein Volk gegen mit Pfeil und Bogen bewaffnete Schlächter zu schützen.

Als das Volk der Xerox gnadenlos ihren Boden zugrunde richteten, um sich zu einem größeren Volk, unabhängig der naturellen und heiligen Gesetzen, zu entwickeln, wussten sie nicht, welch' große Strafe sie bald erfahren würden. So schlachteten sie jenes, das sie mit Beeren und Früchten nährte und vertrieben die Tiere, mit denen sie bisher in Einklang lebten, um sich unbemerkt selbst zugrunde zu richten und waren nun auf sich selbst gestellt.
Die Xerox waren ein Volk, fast so alt wie die Welt selbst. Sie folgten dem arkanen Meister, dem Auserwählten, der sein Volk das lehrte, was seine Vorfahren vom Ursprung der Zeit bis heute überlieferten. Der arkane Meister folgte dem Zyklus der Erleuchtung: Er verließ sein Volk und wachte über sie vom Sternenhimmel herab, sollte sein Volk die Gebote und Werte zu wahren gelernt haben. Doch kam er immer zu ihnen zurück, indem er seine Seele in ein Neugeborenes hauchte, und seine Augen aufleuchten ließ, sollten sie wieder vom rechten Weg abgekommen sein. Die Xerox lernten so vorallem im Einklang mit der Natur zu leben, und den Tod eines Menschen zum Lauf der Dinge zu zählen. So erlangten sie große Fähigkeiten und konnten die Regenzeiten für sich bestimmen, um das Korn wachsen zu lassen und die Sonne vom Horizont wieder strahlen lassen, damit es reifen konnte. Sie konnten sich mit den Tieren verständigen und sorgten für alle. Doch waren die Xerox keinesfalls ein wildes Volk. So waren die Männer schmächtig und schwach, und niemals würden sie jemandem ein Leid antun können. So würden sie sich niemals trauen, eines ihresgleichen zu verletzen, oder eines der Geschenke Mutter Naturs. Die Xerox trauten sich somit nicht, den Rehen ihr Fleisch zu entreißen und sich selbst damit zu sättigen. Auch würden sie niemals lebendes Holz zerschlagen, und es für sich nutzen. Sie bauten sich nur aus gestorbenen Bäumen ihre Hütten, und ihre Tische da auch sie den Schmerz eines Baumes fühlen konnten. Sie waren auch nicht sehr gebildet, da sie ohne Sorgen und fixiert in ihrem Glauben lebten.

Bis eines Tages ihnen ihre Hoffnung und ihr Glauben genommen wurde.

Der Tag schien herrlich zu sein. Aus ihren Hütten kamen sie zahlreich, wie immer um sich am Morgen auf den Weg zu den Feldern zu machen. Das Korn glänzte an diesem Tag gewöhnlich hell und sowohl Mann und Frau, als auch Kind, sammelten, das Korn, um sich später aus diesem Brot zu backen. Der arkane Meister hatte sie vor einiger Zeit verlassen und so lebten sie alle ohne Sorgen. Doch etwas war anders an diesem Tage. Aus der ferne war ein Wiehern zu hören und irgendjemand schrie etwas Unverständliches. Die Bauern horchten auf und stoppten kurz ihre Arbeit. Dann sahen sie einen Umriss. Etwas kleines rannte ihnen entgegen. Das Wiehern wurde lauter, auch das Galoppieren war nun deutlicher zu hören. ,,Das wird er uns büßen!" Hörte man nun. Bald sahen sie von ferne, undeutlich, wie ein Mann, in blitzendem Stahl gehüllt, sein Pferd antrieb, den flüchtenden Wolf zu jagen. ,,Los jetzt, schneller!" Der Mann schrie sein Pferd an, in seiner Hand ein Bogen, mittlerweile hat er bereits die Sehne mit einem Pfeil gespannt.
Neugierig betrachteten die Xerox das Geschehen. Sollte das ein Spiel sein? Leidet das Pferd etwa nicht? Und was will der mit diesen Dingen in der Hand? Sie haben bisher noch niemand Fremdes in ihrem Territorium gesehen. Doch die Neugier endete, als ein Pfeifen zu hören war und ein schmerzhaftes Fiepen die Stille zerriss. ,,So, das hast du davon!" Sagte der Mann und lachte hämisch. In den Augen der Xerox Erschütterung. Sie waren den Tränen nahe. Hatte diese Kreatur etwa wirklich ein Tier getötet? Die kleinen Kinder rannten auf den Wolf zu und rüttelten ihn und bettelten, dass er aufwachen solle. Bald begannen sie zu weinen. Der Mann hingegen wollte gerade losreiten, als der die Kinder weinen sah. Er stieg ab von seinem Pferd. ,,Passt auf! Dieses Ding sind gefährlich!" Einer der Männer des Dorfes näherte sich vorsichtig dem Jäger. Die Kinder ignorierten ihn und trugen den Wolf in das Dorf. ,,Was bist du?" Der Jäger nahm seinen Helm ab und zum Entsetzen aller Betrachter, erkannten sie, dass dies auch nur ein Mensch ist. ,,Warum so überrascht? Habt ihr noch nie eine Rüstung gesehen?" Der Mann ging gar nicht erst auf sein Geschwafel ein. ,,Was hat dir dieser Wolf getan, dass du ihn töten musstest?" ,,Seid ihr alle so? Das geschieht mit jedem Wolf bei uns, der ein Schaf reißt!" ,,Auch der Wolf braucht zu Essen! Das was du getan hast, war falsch!" Der Jäger lachte hämisch. ,,Und was soll jetzt sein? Du bist wirklich erbärmlich! Um ein Tier zu trauern. Aber ihr seid ja den Affen gleich! Hört her! Wir haben einen kleinen Hafen errichtet, dort werden wir bald eine kleine Kolonie im Auftrag des Kaisers Septims errichten. Besucht uns doch! Vorausgesetzt ihr habt verstanden, was ich gesagt habe!" Der Mann schrie den Jäger an ,,Du wagst es, so mit uns zu reden? VERSCHWINDE VON HIER! DU BIST WAHNSINNIG!" Der Jäger packte den Mann am Hals, so dass dieser anfing nach Luft zu schnappen ,,Pass auf, du bestimmst hier gar nichts, verstanden? Elendes Pack! Seht euch nur an! Bald werden wir wiederkommen. Und solltet ihr uns nicht Respekt erweisen, werden wir euch erledigen!" Er ließ ihn los, stieg auf sein Pferd und trat ihm in das Becken ,,Los, mach schon!" bellte er und er ritt fort. Der Mann hustete und keuchte, einer der Dorfbewohner eilte zu ihm, die Ältesten schauten fassungslos auf die Blutflecken. Doch damit nicht genug, plötzlich hörten hinter dem Dorf ein lautes Rufen, ein Rasseln und anschließend einen lauten Knall. Eines der Kinder rannte entsetzt zu den Anderen ,,Er hat gelitten! Sie schlugen auf ihn und er flehte sie an, dass sie aufhören sollten! Doch sie ignorierten ihn. Sie schlugen immer weiter auf ihn ein! Und dann fiel er um!" Das ganze Dorf rannte dem Kind hinterher in den Wald, bis sie entsetzt zusahen, wie mit Äxten ein großer Teil der Bäume gerodet wurden. ,,Was ist diesen Wahnsinnigen widerfahren, so mit deinen Kindern umzugehen?" Jammerte der Älteste und blickte gen Himmel. Die Holzfäller sahen den Ältesten an, hinter dem der Rest der Xerox stand und mittrauerte. ,,Was macht ihr hier? Wer seid ihr? Wisst ihr nicht, dass das hier gefährlich ist?" ,,Was tut ihr Wahnsinnigen dem Wald an? Unser arkaner Meister wird bald über euch richten!" sprach der Älteste, sein Gesicht bereits ertrunken in seinen Tränen, doch die Holzfäller fingen an zu prusten. ,,Verrückte, allesamt. Naja. Machen wir weiter." Die Stimmen, die sie vernahmen, betäubten ihre Ohren. Sie sahen den ganzen Tag fassungslos zu, wie die Holzfäller die Bäume hinrichteten. Bald sagte einer der Holzfäller ,,Wir brauchen Verstärkung, sonst werden wir heute nicht mehr fertig!" - ,,Das sieht schlecht aus, man hat uns nicht genügend Leute geschickt, zudem würde es Stunden brauchen, mit dem Boot die Anderen abzuholen." Da bemerkten die Holzfäller, die Leute aus Xerox ,,Könntet ihr uns nicht helfen?" Wütend blickten sie die Holzfäller an ,,Warum sollten wir euch helfen, Leben zu vernichten?" Einer der Holzfäller wollte testen, ob sie wirklich so ,,Das ist nur Holz." meinte er. ,,Seht, unsere Äxte bestehen alle aus Holz. Und sie leiden nicht. Habt ihr nicht gelernt, alte Bäume zu fällen, damit neue und Stärkere nachwachen?" Die Leute riefen ,,Lügen! Alles Lügen!" Doch dann ging einer der Holzfäller zu den Packpferden und brachte weitere Äxte. Die Dorfleute flehten sie an zu verschwinden und den Wald zu schonen, doch der Holzfäller ließ sie nicht. ,,Seht, was ich nun tue." Er zeigte ihnen Schritt für Schritt die Technik des Fällens, dann erklärte er ihnen, dass dies alles nur existiert, damit sie es sich nehmen können. Doch noch immer wehrten sich die Leute ,,Der arkane Meister wird euch alle verdammen!" ,,Und wo ist euer Meister jetzt? Ihr seht doch, all' diese Bäume, deren Leben wir beendet haben, wo ist er, der Meister von euch, der über sie wachen soll und sie schützen sollte?" Dann verstummte die Menge. Einer von ihnen murmelte. ,,Ja, wo bist du nur? Hast du uns verlassen?" ,,Euer Meister hat euch nicht verlassen! Er will euch zeigen, dass dies nicht falsch ist, was ihr tut!" ,,Aber man hat es uns gelehrt. Waren das alles nur Lügen?" Sie schauten den Ältesten an und einer brüllte ihn an. ,,Waren das Lügen? SAG ES UNS!!!" Er schwieg. ,,Sie haben mein Volk geblendet!" dachte er sich. Der Holzfäller versuchte den Streit zu schlichten. ,,Ruhe jetzt! Es gibt keinen Grund Zwietracht zu säen. Nennt mich euren Erlöser, der euch den Schleier der Verblendung abgenommen hat. Und nun kommt her und nehmt euch eine Axt und macht mir nach!" So stellten sich alle um den Holzfäller, während ein anderer mehrere Kisten mit Äxten herangeschleppt hatte. Er brachte ihnen das Holzfällen bei und noch immer geschockt, verwirrt und erleichtert zugleich machten sich die Leute von Xerox, Mann, Frau und Kind auf, das zu vernichten, was ihnen bisher das Leben geschenkt hatte, und ihnen ihre Macht gab.

So wurde innerhalb eines Abends der große Wald des Xerox von seinen Kindern und Peinigern zugleich fast gänzlich zugrunde gerichtet.

Doch bald wird der arkane Meister erneut herabsteigen und den Verruchten Menschen das zurückzahlen, was sie seinen Kindern angetan haben und ihnen aufgezwungen haben. Doch der Glauben an ihn ist verloschen, so kann er seine Seele nicht mehr einem Kind einhauchen, deren Eltern zu Mördern wurden. Er wird in seiner wahren Gestalt vor sein einstiges Volk treten und sie von ihrer Verblendung erlösen.

_________________
Ich heiße Dark Lord, und zwar nur deshalb, weil meine Eltern nie die Stromrechnung zahlen!


13. Mai 2011, 19:47
Profil ICQ
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums 3 & Free Forums/DivisionCore.
phpBB3 Forum von phpBB8.de