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 Postapocalyptic 
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 Postapocalyptic
Im Jahre 2154 erreichte der schwelende Disput der verschiedenen Länder seinen Höhepunkt. Es war nicht nur der grausamste sondern auch der schnellste Krieg den die Welt je gesehen hatte. Tagelang regneten Bomben und Raketen, angereichert mit Radioaktiven Stoffen – von minderer wie auch qualitativer Güte, je nach dem welches Land sie auf die tödliche Reise schickte – auf alle großen Städte hernieder. Vereinzelt verirrten sich auch herkömmliche Sprengstoffe zwischen ihre Atomaren Geschwister. Diese waren für kleinere Städte und Dörfer vorgesehen, nur um mal etwas in die Luft gesprengt zu haben.
So schnell wie er begonnen hatte, hörte er auch wieder auf, der Krieg der 80% der Weltbevölkerung vernichtete. Erfolgreiche Soldaten die am Bahnhof von ihren Familien abgeholt wurden, Demonstranten die gegen den Krieg auf die Straße gingen, Plünderer die aus den verlassenen Häusern Luxusgüter entwendeten, Paraden die die Gewinner veranstalteten. Das alles gab es nach dem Krieg nicht, keine Gewinner oder Verlierer, keine Bahnhöfe, Straßen und Häuser.

Die Regeln sind einfach: Töte oder werde getötet. Dort wo mal riesige Städte waren, sind nur noch Radioaktiv verseuchte Schutthaufen übrig, bevölkert von Mutanten die nur noch die niedersten Gelüste haben; Fressen und Paaren. Innerhalb der Städte ist die tödliche Zone, dort ist die Strahlung so hoch das es jedem lebenden Menschen die Haut vom Fleische frisst und binnen weniger Sekunden eines schrecklichen Todes sterben lässt. Einzig die Mutanten, Kakerlaken und anderes Widerstandsfähiges Getier bietet diese feindliche Umgebung ein Zuhause. Entfernt man sich von den Städten – so weit dass die Strahlung nur noch langsam und schleichend tötet – beginnen die Outlands. Ist man alleine dort Unterwegs ist man entweder Wahnsinnig, will unbedingt getötet, ausgeraubt und missbraucht werden (in dieser Reihenfolge) oder hat ein sehr großes Gewehr und ein Fahrzeug. Entweder man reist mit einer wehrhaften Gruppe oder schließt sich gleich einer der vorhandenen an.


Auf dem Dach des Jeeps sitzend, die Beine lose nach unten baumelnd, steckte sich Hektor eine Zigarette in den Mund. Nach kurzer suche in seiner Tasche, beförderte er ein silbernes Benzinfeuerzeug hervor welches er nach dem dritten Versuch entzündete. Die kleine Flamme berührte das Ende der Zigarette, entzündete das Papierchen und den enthaltenen Tabak. Während Hektor das Feuerzeug an seinen Kollegen weitergab inhalierte er den Rauch tief ein und blies ihn wieder heraus. Nachdem Carlos sich ebenfalls eine Zigarette angezündet und Hektor sein Feuerzeug wiedergegeben hatte, wendete er sich wieder der offen stehenden Motorhaube des Jeeps zu.

„In ungefähr 20 Meilen liegt ein kleines Lager. Vielleicht finden wir da jemanden der uns helfen kann den Jeep wieder flott zu bekommen. Eine Tankstelle war da auch. Wenn wir Glück haben gibt es da noch Benzin“ rief Sancho Hektor und Carlos entgegen. Sancho war mit den Drillingen Jim, Jack und John losgezogen die Gegend, in der sie liegengeblieben waren, zu erkunden.
„Du willst also allen Ernstes, dass wir 20 Meilen durch die sengende Hitze des Outlands, ohne den minimalen Schutz eines stabilen Fahrzeuges, zu einem Lager, von dem wir nicht wissen wer dort ist marschieren?“ warf Hektor ein. Sancho grinste so breit dass sein Goldzahn im Sonnenlicht funkelte. „Die Idee gefällt mir Sancho“ sagte Hektor mit einem ebenso breiten Grinsen.


An einer ganz anderen Stelle, in einer anderen Ödnis, ja in einem anderen Land schleppte sich eine Gruppe von fünf Menschen – eine Familie – durch die karge Landschaft. Ihre letzte Unterkunft wurde zerstört und die Bewohner getötet. Sie waren die einzigen Überlebenden. „Es ist nicht mehr weit dann sind wir da“ machte der fürsorgliche Vater seinen Kindern Mut. Bevor sie jedoch die Geräusche einer zivilisierten Gemeinschaft vernahmen drängte sich das brummende Geräusch eines Motors in den Vordergrund. Aus der Staubwolke schälten sich langsam die Umrisse eines Grand Hemi Jeeps, mit kaputtem Auspuffrohr, den Geräuschen, die er verursachte, nach zu urteilen. Als er näher kam mischte sich zu dem noch eine schrecklich monotone Elektromusik hinzu. Der Vater kniff die Augen zusammen, und blickte in den glühenden Feuerball der unbarmherzig auf sie niederschien, um zu erkennen ob vielleicht noch Platz in dem Gefährt frei ist. Er hört gerade noch den Aufschrei seiner Frau, bevor ihn der silbern glänzende Baseballschlager mit voller Wucht am Kopf trifft. Knochen brechen, das Blut spritzt und der Vater bricht leblos zusammen. Der Fahrer des Jeeps legt mit quietschenden Reifen eine Vollbremsung hin und reißt das Steuer nach links. In einer großen Wolke aufgewühlten Drecks kam der Grand Hemi zum Stehen. Vier Jugendliche sprangen aus dem Wagen, wobei einer seinen mit Blut befleckten Baseballschläger schwang. „Du hast meinen Schläger dreckig gemacht, dafür nehmen wir uns deine Frau“, rief der Junge, dreckig lachend der Leiche entgegen. Mit wildem Geschrei ging der älteste Sohn auf den Mörder seines Vater los, wurde jedoch von seinem Kumpel aufgehalten, welcher ihn auf den Boden drückte und sein Messer immer wieder in den Bauch seines Opfers stach. Er hörte erst auf, als er von Blut und Innereien von oben bis unten besudelt war.
Die Überlebenden, die Mutter und die Zwillinge – drei Jahre alt – saßen auf dem Boden und weinten bitterlich. „Wer bekommt denn jetzt die Alte und wer die Kinder?“ fragte einer der Jungen zögerlich. „DU tötest jetzt die Kinder und wir nehmen alle die Schlampe, oder bist du etwa so ne scheiß Schwuchtel? Stehst du etwa auf kleine Jungen Ärsche du Bastard?!“ brüllte ihn der Junge mit dem Schläger an. „Los mach jetzt!“
„Nein, bitte nicht. Habt Erbarmen mit uns“ flehte die Mutter die Jungen an. „Halt die Fresse“ rief einer der vier und trat ihr ins Gesicht, dass sie rücklings nach hinten fiel. Sogleich kassierte er einen Schlag auf die Nase von ihrem Anführer. „Wenn hier einer die Schlampe tritt bin ich das, aber erst nachdem ich sie gefickt habe.“ Während zwei die wimmernde Mutter festhielten schlitzte der jüngste von ihnen, unter dem wachsamen Blick des Anführers, den Zwillingen die Kehle auf und ließ sie auf dem staubigen Boden ausbluten. „Damit bist jetzt einer von uns“, sagte er und klopfte dem Kleinen auf den Rücken. „Und jetzt ficke ich dich bis du jammerst“ wandte er sich wieder der Mutter zu.

Nicht weit entfernt auf einem Hügel beobachteten wache Augen die Szene und warteten bis alle vier Jungen ihren Spaß an der Frau hatten. Was nicht sehr lange dauert so dass der Beobachter schon nach sieben Minuten sich zu erkennen geben konnte. „Ihr Kinder hattet jetzt lange genug euren Spaß. Und jetzt verpisst euch! Aber ohne den Jeep.“ Verdutzt guckten sich die Jungen, der jüngste noch mit heruntergelassener Hose, an bevor der mit dem Baseballschläger das Wort ergriff. „Wer bist du denn, du alter Sack, dass du uns Befehle erteilen kannst? Du kannst lieber gleich ma…“ weiter kam er nicht da ein trockener Schuss ihm das halbe Gesicht wegriss. Noch bevor die anderen die Situation realisieren konnten wurde einer, durch die Wucht des Aufpralls in seiner Brust, nach hinten geschleudert. Blut spuckend und vergeblich versuchend das Loch in seiner Brust festzuhalten verendete er so wie seine zwei Kumpanen. „Danke“ brachte die Frau gerade noch so raus bevor der Unbekannte sie unterbrach „Wenn du nicht so scheiße hässlich wärst würde ich auch noch drüber rutschen aber so…“ und sie mit einem sauberen Kopfschuss umbrachte.
Den Wagen inspizierend schreckte der Mann plötzlich zurück und legte sein Gewehr an. Auf dem Rücksitz saß ein kleiner Junge, keine acht Jahr alt. Er hatte eine ganz grüne Gesichtsfarbe und überall Pusteln. Die Umgebung hatte ihm schon so zugesetzt, dass er kaum in der Lage war vor dem Mann wegzulaufen. Stattdessen guckte er ihn nur mit großen traurigen Augen an. Wollte der Mann ihn gerade noch erschießen, so senkte er nun das Gewehr und durchsuchte den Kofferraum nach einem Benzinkanister. Er fand nur einen halb vollen und der Tankuhr nach, war in dem Auto auch nicht mehr drin. Fluchend schraubte er den Verschluss des Kanisters auf und goss seinen Inhalt über dem Jeep aus. Mit einem Streichholz entzündete er das Ganze und ging missmutig weiter seines Weges. Er hinterließ nur ein paar Leichen einen brennenden Wagen und einen langsam sterbenden Mutanten. So wie es überall auf dieser Grausamen Welt geschah.


2. Mär 2011, 20:54
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