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 Die Legende vom Blutmond 
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Beitrag Die Legende vom Blutmond
Die Legende vom Blutmond

Wie ein ganzes Dorf spurlos Verschwand


Heute werde ich euch von einer Legende erzählen die so alt wie die Welt selbst scheint. Sie wird seit Generationen voller Erfurcht und Angst weitergegeben. Und wehe dem der sich einen Narren schalt und nicht daran glaubt, er wird bald eines besseren belehrt werden.

Harderak ritt dem Tross vornan, neben ihm der Weise – wie er von allen nur genannt wurde – mit dem er einen gemütlichen Plausch hielt. Wie das auf langen Reisen so ist tendierte das Gespräch, je weiter sie kamen, zu einem Brummen und nicken.

Auf den ersten Blick gaben die beiden ein seltsames Paar ab. Harderak, groß und breitschultrig. Kurzgeschnittenes Braunes Haar, wache Augen und ein mürrischer Gesichtsausdruck. All das zeigte eine Krieger durch und durch. Auf der anderen Seite der Weise, geduckt und schmächtig. Langes zotteliges weißes Haar, vom alter gezeichnetes Gesicht, tief einfallende Wangen und einen müden Gesichtsausdruck. Doch er fühlte sich noch lange nicht so alt wie er aussah. Zwar vom grauen Star fast vollständig geblendet, doch noch wach genug um alles um ihn herum mitzubekommen.

Harderak und der Weise kannten sich schon als Harderak noch zur Grundausbildung der Soldatenschule ging. Als der Weise ihn dann vor etlichen – so kam es Harderak vor – Sonnenumläufen fragte ob er die Trapper in das Dorf Connach begleiten würde, sagte Harderak sofort zu. Und so begleitete den sechzig Mann und Frau starkem Tross nach Connach. Es waren nur noch wenige Stunden, dann würden sie ankommen.

„Hinter diesen Bäumen befindet sich Connach“ rief Harderak über seine Schulte den Trappern zu. Doch als sie die Grenze zum Dorf überschritten hatten trafen Harderak und den Weisen fast der Schlag. Das Dorf war verschwunden. Wo es einst stand war nun eine große Lichtung, nur platt getretenes Gras zeugte noch von dem Leben was hier einst herrschte. Während Harderak nur da saß und mit offenem Mund auf die Leere starrte murmelte der Weise: „Der Blutmond. Er hat sie alle geholt.“

Später, als die Kunde vom verschwundenen Dorf die Runde gemacht hatte, saßen alle vor einem großen Feuer – dort wo einst blühendes Leben auf dem Markt um Preise feilschte, sich die neuesten Zoten vortrugen oder einfach nur über die Nachbarn tratschten – und hörten gebannt dem Weisen zu wie er die Legende vom Blutmond erzählte.

„Es geschieht alle hundert Jahr, dass ein Dorf oder eine Stadt spurlos verschwindet. Einer alten Legende zufolge soll, als die Welt noch jung und die Götter mächtig, ein Dorf sich den Zorn aller Götter eingefangen haben. Zur Strafe haben sie das Dorf und alle Einwohner in die ewige Verdammnis geschickt. Seit diesem Tage wird alle hundert Jahre wieder, am selben Tage ein Dorf verschwinden und die Seelen der Dorfbewohner ziellos in der Umgebung herumirren.“

Während der Weise sprach hörten alle gespannt zu, nicht einer wagte es laut zu atmen oder gar ihn zu unterbrechen. „Was haben die denn so böses gemacht dass die verflucht wurden?“ fragte ein kleiner Junge ganz vorn am Feuer.
„Sie haben verbotene Magie praktiziert und schlimmern Lastern gefrönt. Die Götter haben es lange, zu lange, unbeachtet gelassen. Doch als der Mond sich Blutrot färbte und kurz davor war ein Tor in eine andere Welt, eine Welt von Schmerz, Tod und Folter geprägt, zu öffnen schritten die Götter dann doch ein. Und damit dieses Dorf und die schrecklichen Vorkommnisse nie in Vergessenheit geraten sollen alle hundert Jahre wieder wenn der Mond sich Blutrot färbt ein Dorf oder eine Stadt in die ewige Verdammnis verschwinden. Bis der Blutzoll bezahlt wurde.“
„Und wann ist der Blutzoll gezahlt?“ fragte Harderak.
„Wenn das Blut der geopferten gänzlich den Mond ausfüllt.“
„Und wann wäre das?“
„Das wissen nur die Götter.“


15. Nov 2009, 19:14
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