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 Die Sage des Hieronymus 
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Beitrag Die Sage des Hieronymus
An jenem Abend, als der Mond Shak´Hal, eine eroberte Orkfestung erleuchtete, saß der Soldat Hieronymus noch am Lagerfeuer mit seinen Gefährten, jenen Soldaten des Kaiserreiches Solymn, dem Reich der aufgehenden Sonne, saß und sich an erbeutetem Wild und Früchten des Heimatreiches ergötzte, da geschah es. Hieronymus feierte mit den anderen Soldaten und sie jubelten und tanzten. Der Krieg schien endlich vorbeizusein, die Orks des Phönixclans ergaben sich, der Frieden Solymns war gesichert. Bier und Wein schütteten die soldaten in ihre Kehlen, man tanzte und trank, als würde dies ihr letzter Tag sein. Nach stundenlanger Feier rief der Kommandant die Soldaten zusammen und verkündete ihnen:,,Krieger! Die große Schlacht ist geschlagen! In Solymn herrscht endlich wieder Frieden! Um nun endgültig den Orks das Handwerk zu legen werden wir ihre Siedlungen in der Adlerschlucht ausbrennen und die letzten verbliebenen töten. Es wird ein harter Kampf, doch bevor die Hunde sich wieder vermehren und uns bald ein größerer Kampf bevorsteht, müssen wir sie ausrotten!" Einige Soldaten jubelten und schrien ,,tot den Orks!" Doch die Mehrheit zögerte. Darunter auch Hieronymus. Jedoch waren jene, die dagegen waren auch die Schwächeren. Ausgerechnet die Elitekrieger standen dem Kommandanten bei, somit hatten die normalen Soldaten keinen Einfluss auf seine Entscheidung. Hieronymus nahm wutentbrannt sein Schwert und verließ die Festung. Einige andere folgten ihm. ,,Wohin willst du gehen?"-,,Ich werde zurück in meine Heimat reisen! Soll der Kommandant doch wegen seiner Torheit alle in den Abrgund jagen!"-,,Wie war das?" hörte Hieronymus eine leicht betrunkene Stimme knurren. Es war einer der Paladine, die ihm gefolgt ist. Er packte Hieronymus am Nacken und schleifte ihn zurück in die Festung. Dort warf er ihn dem Kommandanten vor. Kommandant, dieser Verräter wollte sich vor der entscheidenden Schlacht drücken! Soso! Unser kleiner Krieger wagt es, seine Männer einfach so im Stich zu lassen! Er hatte sogar einige andere mitnehmen wollen! Wie kannst du nur? 500 Peitschenhiebe! Der Paladin warf Hieronymus vor das große Lagerfeuer und zwang ihn die Rüstung auszuziehen. Hieronymus betete, dass ein Wunder geschehe und kniete sich hin. Während er von allen Soldaten verhöhnt wurde, holte der Paladin die Peitsche und führte sie langsam an das Lagerfeuer. Doch Hieronymus Gebete wurden erhört. Regentropfen fielen und der Paladin zögerte erst. Doch die Soldaten trieben ihn an ,,Peitsch den Verräter aus!" hörte man sie immer wieder rufen. Der Paladin hielt nun die Peitsche in die Flammen, doch mit deinem mal begann es heftig zu regnen. Es verkam zum Platzregen, die Tropfen löschten das große Feuer, Hieronymus Strafe wurde nicht vollzogen. Doch es kam noch schlimmer: Es begann zu hageln und zu stürmen, Blitze schossen, Donner grollte, der Zorn der Götter wurde wohl erweckt. Die Soldaten versteckten sich vor dem Sturm in den großen Festungskasernen. Hieronymus hingegen zog seine Rüstung an, nahm sein Schwert und gerade als er aus der Festung fliehen wollte hörte er inmitten dem Grollen des Donners und dem Regen einen leisen Horn ertönen. Er zögerte kurz und überlegte, doch da hörte er es erneut, diesmal nur lauter. Das Geräusch des Hornes wurde immer lauter, nun hörte er sogar leise Stimmen. Bald erkannte er das Hupen: Es war ein Kriegshorn. Und er hörte die Stimmen nun immer lauter und bald hörte er alles laut und deutlich: Die Orks schlugen zurück. Er schlug an die Kasernentüren und schrie Alarm, dann rannte er dennoch weg. Er machte sich auf den Heimweg und ließ die Armee zurück. Noch von Fern hörte er in dem Sturm das Eisen Bersten, die Schwerter und Äxte aufeinanderschlagen und Soldaten schreien und leiden. Er rannte immer schneller, um diese schrecklichen Geräusche nicht mehr zu hören, er blickte nicht nach rechts oder links, blickte nichteinmal richtig nach vorne, bis er von über einen Ast stolperte. Hieronymus blickte dann um sich, der Kampfeslärm war nicht mehr zu hören. Er wusste genau, wo er war. Inmitten des Harzwaldes stand er nun, der seine Heimat von dem Reich der Orks trennte. Er stand auf und schaute um sich. Überall lagen noch die Kampfesopfer, umgestürzte Bäume und zahlreiche Holzpfeile zierten diese Gegend. Das Gras trank das Blut der Toten und Geier flogen immer wieder auf die Kampfesopfer und rissen das Fleisch an sich. Hieronymus verfluchte den Mond, dass er in dieser Nacht so hell schien und ihm diesen grauenvollen Anblick nicht erspart, gleichzeitig dankte er ihm, denn ohne ihn wäre er in dieser Finsternis sicher verloren gewesen. Er wanderte durch den Wald und schaute nach guten Feuerstellen und trockenen Ästen, jedoch vergeblich. Nach langem Umherirren hörte er plötzlich ein Flüstern. Er blieb stehen, er blickte um sich, doch sah niemanden. Er marschierte weiter und hörte nach kurzer Zeit erneut das Flüstern. Diesmal war es lauter und Hieronymos konnte die Worte hören: ,,Du bist so schön." Die stimme klang weiblich, dennoch eiskalt und finster. Verängstigt blickte er erneut um sich und hielt sein Schwert bereit. Er begann zu schwitzen, er wurde bleich im Gesicht. Dann kam das Flüstern erneut ,,Bleibe bei mir" Flüsterte die Stimme. Er schaute um sich und sah auf einmal einen Umriss. Er näherte sich dem Schemen und es Flüsterte erneut:,,Lieben werde ich dich!" Doch dann wurde der Umriss immer kleiner, das Schemen schien zu verschwinden. Er rannte ihm hinterher und stolperte auf dem Weg mehrere male. Doch immer als er stolperte, hielt das Schemen an. Es schien auf Hieronymus zu warten. Bald holte er das Schemen ein, ohne zu wissen, wo er überhaupt war. Es war finster, der Mond schien kein Licht in diese Gegend. Doch dann sah er einen kleinen blauen Schimmer aus einer Ecke strahlen. Er näherte sich dem Strahl und dort sah man es: Eine bildhübsche Frau, die sich von dem hellblauen Licht betören ließ, lächelte Hieronymus zu. Sie näherte sich ihm und er fasste ihre sanfte Haut an. Dann strich er ihr über ihr seidiges schwarzes Haar und nahm seine Rüstung ab. Die Frau verhielt sich recht verspielt und massierte bei ihren Umarmung den Rücken. Dann ließ sie Hieronymus sich hinlegen und ließ ihn ihre zarte Haut spüren. Hieronymus entspannte sich. Doch so schön es auch war um so grausamer wurde es daraufhin, als er einen schrecklich brennenden Schmerz erlitt. Er schrie laut auf und fasste sich an den Hals. Er nahm richtige Löcher an seinem Hals wahr, die schnell anschwillten. Er kniff vor Schmerz seine Augen zu und hörte während seinem Schrei das zarte, boshafte Lachen der Frau. Als er seine wieder öffnete enttarnte er diese Frau gerade noch als kaltblütige Vampirin, mit blasser Haut und unheimlich weißem Haar, bevor er in Ohnmacht fiel.

Hieronymus machte die Augen auf. Aufeinmal befand er sich auf einer Straße. Er ging die Straße entlang und erkannte nun: Er war zu Hause, in seiner Heimat. Doch die Straßen schienen Menschenleer, er fand niemanden, bis er von Fern eine Frau erkannte, die etwas im Arm hielt. Er lief weiter, freute sich, mit der Zeit erkannte er: Es war seine Frau. Er lief voller Freude auf sie zu, bald erkannte er sogar, dass sie ein Kind in den Armen hielt. Er rief des öfteren ihren Namen. ,,Sharon! Sharon! Ich bin wieder da!" Er wunderte sich zwar, dass sie nicht hochblickte, doch er rannte immer freudeerstrahlter auf sie zu, bis er vor ihr stand. Sein Lächeln wurde zu einem schaudern, geschockt und kreidebleich erblickte er die beiden. Blendwerk! Illusion! Die Frau ein Gerippe, das ein verseuchtes mit Beulen übersähtes totes Kind säugte.

Hieronymus schrie auf und riss die Augen auf. Er verstand nicht, was geschehen ist. Er blickte um sich und merkte: Er war noch in der Höhle der Vampirin. Doch diese war verschwunden. Er schrie laut, auch wenn er wusste, dass ihn keiner hört. ,,WAS HAST DU MIT MIR GEMACHT, MONSTRUM!" brüllte er. Er rannte wutentbrannt aus der Höhle und sah sie dann, verbrannt und vertrocknet in der Sonne liegen. Er blickte zu ihr und erschrak, doch dann fühlte er selbst einen brennenden Schmerz. Als er in den Himmel blickte, begannen auch seine Augen zu brennen. Er rannte in die Höhle und sofort schwand der Schmerz. Er sah seine Hände an, diese waren verblasst. Dann fasste er sich an den Hals. Von diesen beiden Bisswunden waren nur noch Narben übriggeblieben. Hieronymus zog seine Rüstung an und erwartete die nächste Nacht.



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Fortsetzung folgt


8. Jan 2010, 19:53
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Beitrag Re: Die Sage des Hieronymus
Der Biss der Vampirin hatte auch ihn zu einem Vampir gemacht. Doch nun fühlte er sich so schwach. Der Blutverlust hatte ihm viel Kraft geraubt und Hieronymus wusste noch aus alten Geschichten, was er tun musste, um neue Kraft zu gewinnen. Also ließ er sein Schwert und seine Rüstung zurück und ruhte, bis die Nacht anbrach. Als bald der Tag der Dunkelheit wich, und nur noch der Mond ein wenig Licht brachte, verließ Hieronymus die Höhle. Er musste sich beeilen, schnell musste er ein Opfer suchen, dem er Blut aussaugen konnte. Stundenlang irrte er umher, bis es dunkel um ihn war und er nicht mehr wusste, wo er sich befand. Seine Schritte wurden immer größer und schneller, bis er umherhastete und am Ende über etwas Schweres stolperte. Ihm entwich ein leises ,,AU!" und dann lag er vor den Füßen eines Orks. Immernoch bei Bewusstsein versuchte er aufzustehen, doch der Ork trat ihn sofort wieder zu Boden. Er erkannte das rote leuchten in den Augen Hieronymos'. ,,Ich... Ich kenne euch! Ihr seid doch der Soldat! Jener, der meinen kleinen Bruder vor Jahren enthauptet hat, als eure Armee unsere Festung eingenommen hat! Ich habe euer Gesicht noch nicht vergessen, wie stolz ihr aus meinem Haus gegangen seid, als ihr ihm den Kopf abgeschlagen habt. Und nun seid ihr ein Vampir? Ihr lebt noch, während der Rest eurer Armee dem Untergang geweiht ist. Fort Shak´Hal gehört wieder uns. Und ihr werdet eure Männer nicht mehr wiedererkennen, solltet ihr sie je wiedersehen!!!" Der Ork hob seine Kriegsaxt auf, über die Hieronymus gestolpert ist und holte aus, doch beor er zuschlagen konnte, rammte Hieronymus seine Zähne in die Kehle des Orks und saugte ihm das Blut aus. Der Ork verlor nicht nur sein Blut, er erstickte letztendlich, da ihm die Luft entwich. Er fiel um und Hieronymus hüllte sich in Rüstung und Helm dieser Kreatur. Dann nahm er seine Axt und machte sich zum Weitermarsch bereit. Doch aufeinmal hörte er einen Schrei. Er blickte sich um, doch durch die Dunkelheit konnte er nicht viel sehen. Doch die Stimme rief aufeinmal :,,Hilfe! Hierher!" Hieronymus rannte der Stimme hinterher, knallte oft genug gegen einen Baum. Irgendwann sprach die Stimme ,,Ihr habt mich gefunden, habt dank!" Sie sprach einen Zauber, der eine große Lichtkugel in die Luft schoss und damit den Wald erhellte. Hieronymus erkannte ein kleines Mädchen in einem weiß-purpurnen Kleid, das an einen Baum gefesselt war, daneben ein toter Ork. ,,Hast du den alleine getötet?" Fragte Hieronymus. ,,Ja, er wollte mir wehtun, und ich musste mich schützen. Aber du bist kein Ork, das höre ich. Du hast keine böse Stimme. Und du bist gekommen, um mir zu helfen. Aber warum hast du dann eine Orkrüstung?" Bevor Hieronymus antwortete, fragte er das Mädchen ,,Hast du viel Angst?" ,,Nur , wenn mir jemand wehtun will, weil ich habe von meiner Großmutter lesen gelernt und sie hat viele Bücher. Dort steht, wie man sich vor bösen Leuten schützen kann." Hieronymus erzählte seine kurze Geschichte, auch, dass sie sich nicht fürchten muss, denn er habe schon Blut getrunken, dass ihm für einen Tag genügen könne. Das Mädchen versprach ihm dann ihm zu helfen und führte ihn zu ihrer Großmutter. Bei Tagesanbruch erreichten sie eine große Akademie. Bis auf die Großmutter befand sich noch keiner in ihr. Meine Großmutter unterrichtet hier viele Lehrlinge. Sie ist gegen das grausame Morden und gegen Kriege. Die hat mir früh gelehrt, dass man auch ohne Waffen kämpfen kann." Dann brachte sie Hieronymus in eine große Bibliothek. Es befanden sich tausende von Büchern in ihr, und mehrere Treppen führten in zehn weitere Etagen. An einem großen Regal stand die alte Frau, die gerade ein Buch suchte. Als sie von ihrer Enkelin gestört wurde. Sie stellte ihr Hieronymus vor und er bat sie um Hilfe. ,,Ein Buch gegen Vampirismus? Bisher war das einzig wirksame gegen Vampire sie hinzurichten. Aber ich habe von jemandem gehört, der ein einziges Buch darüber geschrieben haben soll, wie er sich davon heilen konnte. Sein Name war Fjörgin. Ein Krieger aus den Nordlanden. Er hat einst in einem Tagebuch festgehalten, was er mitmachen musste, um sich davor heilen zu lassen. Leider weiß bis jetzt keiner mehr von seinem Verbleib. Viele meinen er sei tot, andere erzählen, er konnte sich vor dem Vampirismus doch nicht retten und wird immernoch von vielen gejagt. Es tut mir Leid, doch wenn du dir Heilung erhoffst, dann musst du ihn suchen. Viele, die meinen, er hätte sich der Krankheit erwehrt, erzählen, er habe sich nach Frostheim gemacht."

______________________________________Fortsetzung folgt______________________________________________


5. Aug 2010, 22:17
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Beitrag Die Reise nach Frostheim
Als der nächste Tag der Nacht wich, verabschiedete sich Hieronymus von der alten Frau und dem Mädchen und reiste ab. Die Frau gab ihm eine Karte mit und warnte ihn vor anderen leichtsinnigen Menschen, die sich sehr vor Vampiren fürchten und sie gleichermaßen hassten. Der Mond schien hell in jener Nacht und er studierte erst die Karte, bevor er einen Weg einschlug. In der Nähe der Akademie schien sich eine kleine Werft zu befinden, an der häufig Fischkutter anlegten. Auch wenn er noch nie in einem Boot saß, so musste er es zumindest versuchen, den die Frau sagte ihm es gebe keinen anderen sicheren Weg von den Berglanden nach Norden, wenn er keinen Trollen und Wegelagerern begegnen will. Somit suchte er die Werft auf, die doch sehr von der Akademie abgelegen zu sein schien. Bald jedoch sah er, wie vor ihm eine große Spitze hinausragte, die gerade einen weiten Lichtstrahl auf das Meer hinaus schoss. So klein die Werft im Gesamten war, so groß war ihr Leuchtturm. Eine Holztreppe führte hinab zur Werft und Hieronymus sah nur einen einsamen Mann, der gerade den Turm verließ. Als er den Mann nach einem Boot fragen wollte, erschrak dieser gleich, als er Hieronymus sah. ,,WEICHT VON MIR, KREATUR! TUT MIR NICHTS! ICH..." ,,Guter Mann, ich..." Doch schon bevor der Mann Hieronymus erhörte, flüchtete er und Hieronymus stand vorerst ratlos da. Der helle Lichtstrahl des Leuchtturms beleuchtete einige der Fischkutter. Hieronymus biss einem der Kutter die Leinen auf und setzte sich hinein. Dann nahm er die Ruder und machte sich auf den Weg in die Nordlande. Auf der Karte waren mehrere Inseln eingezeichnet, die er vor Tagesanbruch aufsuchen wollte. Sollte er Glück haben, könnte er dort große Höhlen finden, in denen er die Möglichkeit hätte zu rasten. Nach Stunden, die er auf dem Meer trieb, plagte ihn ein großer Hunger, somit tauchte er seine Hand in das Wasser und suchte mit ihr nach essbarem Meeresgetier. Als er nach kurzer Zeit immernoch nichts gefangen hatte, bemerkte er das Fangnetz, das sich unter sienem Sitz befand. Mit knurrendem Magen nahm er das Netz in die Hand und warf es ins Meer. Der Fang lohnte sich, das Netz war gefüllt mit unzähligen Fischen, die ihm für die nächsten Tage reichten. In seiner Gier verschlang er gleich eine beträchtliche Anzahl, bevor er es sich wieder gemütlich machen konnte. Hieronymus verfiel in einen Schlaf, während sein Boot immer weiter treibte. Er dachte gar nicht daran, wie es möglich sei, ohne die Ruder zu benutzen. Bald weckte in ein lauter Knall. Er riss die Augen auf und hob seinen Oberkörper an, bis er sah, dass das Boot an einem Seil befestigt war. Es trieb sehr langsam nach vorne, bis es an etwas großes hartes knallte. Hieronymus tastete am Seil entlang, bis er merkte, dass das Boot an ein großes Schiff befestigt wurde. Auf dem Schiff sah er die Umrisse von Gestalten mit Fackeln herumgeistern, die im Chor etwas murmelten. Hieronymus versuchte mit seinen Krallen das Schiff hochzuklettern. Als er auf dem Schiff ankam und die Gestalten ihn sahen, begannen sie im Chor zu sagen: ,,Unser Gebieter ist erwacht!"


______________________________________Fortsetzung folgt______________________________________________


7. Aug 2010, 15:17
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Beitrag Der Ayundae-Kult
Hieronymus sah sich um. Die Gestalten erkannte, dass er mehrere Blicke auf sie warf und nahmen Fackeln und entflammten sie, damit sie ,,ihrem Gebieter" ihre Gesichter zeigen konnten.

,,Wer seid ihr?" Aufeinmal trat eine größere Gestalt auf das Schiff. Er wurde von den anderen Fackeln gut genug beleuchtet, sodass man ihn gut genug erkennen konnte. Ein Ork mit einer Schlangentätowierung auf seiner linken Gesichtshälfte und einer grimmigen Miene näherte sich langsam Hieronymus, dann verneigte er sich ihm, die anderen Gestalten machten es ihm nach. ,,Oh mächtiger Gebieter, bitte folgt uns und seid unser Gast, wenigstens für diese Nacht!" Die anderen Leute wiederholten seine Bitte erneut im Chor. Dann erhoben sich alle und warteten auf eine Antwort. Hieronymus blickte die Gestalten an. Einer von ihnen war ein Mensch mit dunklerer Haut und einem verunsichertem Blick. Hieronymus willigte ein, mitzukommen. ,,Welch ein großer Tag für uns aus dem Ayundae-Clan, folgt uns, Gebieter und leistet und Gesellschaft bei unserem Ritus!" Hieronymus zögerte kurz, die Leute starrten ihn irritiert an, bis er losging. Der Rest marschierte mit Gesang los. Bald wurde er von dem Mann angesprochen, den er bemerkt hat. ,,Wisst ihr, was diese Leute mit euch vorhaben?" Hieronymus schaute ihn an, dann schüttelte er den Kopf ,,Nun, nun, zuerst wollen sie, dass ihr sie beißt. Einen nach dem Anderen. Dann werden sie..." Der Mann konnte nicht aussprechen, denn ein anderer zerrte ihn zu sich und drohte ihm ,,Wehe du erzähst ihm davon! Wir haben nicht Monate nach so einem Viech gesucht, damit du das alles vermasselst!" Dann ließ er den Mann los, der sofort wieder zu Hieronymus ging. Er blickte nocheinmal zu dem einen, der ihm ein deutliches Handzeichen gab, dann schaute er zu Hieronymus. ,,Also, was wollen diese Leute von mir?" ,,Vergesst es. Ich habe mich euch noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Vintus. Aber erzählt, wie ist es so, ein Vampir zu sein? Hieronymus stellte sich ebenfalls vor, dann erzählte er ihm ,wie qualvoll es ist, so zu leben. ,,Wisst ihr, Vintus, ich komme aus den südlicheren Landen und mache diese gottverdammte Reise, um mich hiervon heilen zu lassen. Ich muss nach Frostheim und jemanden suchen, der es ebenfalls geschafft hat sich vom Vampirismus heilen zu lassen." Vintus näherte sich Hieronymus und senkte seine Stimme Dann kann ich es euch ja sagen.! Er blickte um sich, dass ihn ja keiner bemerkt, doch dann schaute wieder diese Person von vorhin zu ihm und pfeifte, damit er ja von Hieronymus wegbleibt. Vintus distanzierte sich daraufhin von ihm und auf dem restlichen Weg war das einzig hörbare in der Umgebung der Gesang. Warum findet er es denn so schlimm, dass dieser Kult sich infizieren will? fragte sich Hieronymus auf dem restlichen Weg. Er selbst kennt genügend Höhlen in denen Vampire hausen. Solange dort keiner reingeht ist es nicht so schlimm. Außer man achtet wieder zu sehr auf die Reize einer Frau, wie er es getan hat, dachte er und kniff die Augen zusammen, um diesen peinlichen Gedanken zu verdrängen.

Endlich hatten sie den Unterschlupf des Kultes erreicht. Typisch für Vampire, oder diejenigen, die es bald werden, eine Höhle, die bereits festlich geschmückt wurde, und von Kerzen aller Art beleuchtet wurde. Der Ork stellte sich ebenfalls vor. Grushuk, so sein Name, erklärte ihm, dass die Höhle seit Tagen nicht betreten wurde und die Höhle schon Wochen zuvor so geschmückt wurde. Für den Fall, dass sie doch einen Vampir fanden, ließen sie jeden Abend einen in die Höhle gehen, um dort die Kerzen erneut zu entzünden. Als Hieronymus fragte, wo sie sich dann die ganze Zeit aufhielten, erzählten sie ihm von einem Dorf, nicht weit von der Höhle entfernt. Tja, blöd nur, dass das Dorf bald nicht mehr sein wird, hahaha!. Hieronymus schaute den Ork kurz misstrauisch an, hielt es dann aber nur für einen blöden Spruch und ging nicht darauf ein. Da betraten sie sie nun, die Höhle des zukünftugen Ayundae-Kultes. Doch als sie mit dem Ritual beginnen wollten, teilte einer der anderen Leute, ein Dunkelelf, mit, dass das Festessen während der Zeit zu verfaulen begann, und somit nun ungenießbar ist. Natürlich! Wer lässt denn auch festliches Essen Wochen in einer Höhle! Grushuk schaute die Leute grimmig an, dann rief er sie aus der Höhle. Sie ließen sich eine weitere Nacht im Dorf nieder. Oder besser gesagt in einem kleinen Kerker, da man sie wegen Ruhestörung, Hausfriedensbruch, Diebstahl und Sachbeschädigung verhaftet hat. Denn Grushuk konnte sein Temperament nicht zügeln und schlug mitten in der Nacht an die Tür der Dorfschenke, um für sich und seine Leute Zimmer zu mieten. Da der Wirt jedoch schlief, und sich über den Lärm draußen umso mehr ärgeerte, schrie er aus dem Fenster, dass Grushuk doch endlich verschwinden solle und erwähnte die Uhrzeit. Da Grushuk sich damit nicht abfinden wollte trat er die Tür ein und besorgte sich und seinen Leuten genug Bier, um einen Drachen betrunken zu machen. Als der Wirt die Feierlichkeiten in seiner Schenke hörte, rannte er wutentbrannt aus seinem Schlafzimmer und schrie Grushuk zusammen. Dieser bemängelte betrunken die Gastfreundschaft des Wirtes und sorgte mit seinem Gebrülle dafür, dass auch das restliche Dorf von seiner Laune geweckt wurde. bis anschließend die Nachtwache für Ruhe sorgte und Grushuk, sowie den Rest für die Nacht hinter Gitter steckte. Den Schaden musste Grushuk bis in einer Woche bezahlt haben, sonst drohte ihm noch ein längerer aufenthalt im Kerker. Am Tag danach wurden sie frei gelassen. Entnervt gingen verließen sie ihre Verließe, außer Hieronymus, der nur durch den Gedanken, vom Sonnenlicht getroffen zu werden, zusammenzuckte. Die Wache zwang ihn ununterbrochen sein Verließ zu verlassen, bis er ihm genauer ins Gesicht schaute und erkannte, dass er ein Vampir war. Wutentbrannt und voller Angst schmiss er Hieronymus raus und drohte ihn bei der nächsten Begegnung zu töten, sollte er sich noch mal in das Dorf trauen. Falls er nicht schon von der Sonne gebraten wird, die ausgerechnet an diesem Tag sehr hoch stand und ziemlich stark schien. Hieronymus krümmte sich zusammen, doch die Sonne quälte ihn unbarmherzig und er begann zu schreien, bis ein paar Leute ihre Hemden auszogen und Hieronymus darin einhüllten, um ihn vor der Sonne zu schützen. Doch die Hitze machte ihm stark zu schaffen, daher trug ihn Grushuk in die Höhle und befahl den anderen alles zu holen, um die Vorbereitungen für den Abend zu treffen. In der Höhle angekommen legte Grushuk in auf eine Matte, auf der er sich nun ausruhen soll, und gab ihm eine kleine Flasche Wasser. Hieronymus war immernoch zusammengekrümmt und jammerte wegen den Schmerzen, währenddessen verließ Grushuk die Höhle, um seinen Leuten unter die Arme zu greifen.

Dann konnte das Fest beginnen. Grushuk und seine Leute feierten und betranken sich, bis der Mond in die Höhle schien. Dann erlosch das Kerzenlicht und der Kult hüllte sich in Roben ein und verbargen ihr Gesicht hinter Kapuzen. Nur Vintus war nirgendwo zu sehen. Hieronymus dachte sich nichts dabei, auch die anderen kümmerte es nicht. Dann knieten alle vor Hieronymus nieder und murmelten etwas Unverständliches, bis Grushuk sich erhob und seinen Hals vor Hieronymus hielt. ,,Mächtiger Vampir, teilt mit uns euer Schicksal und lasst uns so werden wie ihr!" Ein Chor ertönte, es glich einer klosterähnlichen Atmosphäre. Dann öffnete Hieronymus sein Mund und biss in den Hals von Grushuk. Dieser hielt seinen Hals daraufhin fest und schrie vor Schmerzen, bis er in Ohnmach fiel. Hieronymus befürchtete Ärger, doch stattdessen, riefen alle ,,Hoch lebet ihr, Gebieter, nehmt auch uns unsere Sterblichkeit! Hieronymus merkte bereits, dass diese Leute ein Rad ab hatten, doch gleichzeitig wusste er, je mehr Blut er trinkt, desto länger wird er ohne auskommen können. Also biss er die Hälse der Leute, ganze Achtzehn waren es an der Zahl. Sie alle fielen in ein Koma, während ihre Haut zu verblassen begann. Hieronymus schaute kurz um sich, dann dachte er daran bis zur nächsten Nacht ebenfalls zu rasten.

Als jedoch die Nacht dem Tag wich und die Sonne am Horizont stand, die einen hellen Schein in die Höhle warf, erwachte der Ayundae-Kult aus seinem Schlaf. Grushuk näherte sich Hieronymus, klopfte ihm auf die Schulter und sagte in einem gleichgültigen Tonfall ,,Euer Besuch hat uns geehrt, nun könnt ihr gehen." ,,Wie meint ihr?" ,,Ihr habt unserem Zweck gedient, der Ayundae-Kult ist auferstanden und aus der Asche des Dorfes werden wir eine Gedenkstätte errichten. Und nun verschwindet!" ,,Aber es ist Tag, ich werde draußen verbrennen." Grushuk nahm seine Zweihandaxt in die Hand und drohte ,,Werdet ihr nun abhauen, oder soll ich euch in Stücken hier herausschaffen?" Doch dann meldete sich ein anderer zu Wort, ein Dunkelelf, dem ein anderer Plan gefiel Wie wäre es, wenn wir zusehen, wie unser Gast der Sonne ausgeliefert wird?" Grushuk lachte und malte sich den Gedanken aus, ein anderer des Kultes, ein Zwerg, hielt es für hilfreich, so wüssten sie, wie lange sie für Gewöhnlich unter der Sonne überleben würden. Der Dunkelelf holte ein Seil und fesselte Hieronymus. ,,Was ist, wenn ich die Fesseln aufbeiße?" ,,Dann werdet ihr euch von euren Beinen verabschieden müssen!" Gerade wollten sie Hieronymus der Sonne ausliefern, da hörten sie ein ,,da sind sie!" aus der Nähe. Es war Vintus, der mit einigen Vampirjägern aus dem Dorf kam und vorhatte die Vampire, während sie schliefen, zu erledigen. Die Vampire waren eingeschlossen, und so war es ein leichtes mit genügend Pfeilen alle zu töten, bis auf Hieronymus, der jedoch von einem der Vampire ebenfalls erfasst wurde. ,,Vintus, da ist noch einer!" ,,Halt, nicht schießen!" Doch dann war es schon zu spät, der Jäger schoss Hieronymus in die Brust und Hieronymus schrie auf. Dann verstummte er. Vintus näherte sich ihm und ertastete seinen Brustkorb. Sein Herz schlägt noch. Schnell, schafft ihn hier raus! Und packt ihn in eine dieser Decken ein!" ,,Aber..." ,,Kein aber, tu, was ich dir sage! Der Kerl ist nicht so, wie du denkst!" Also hüllten die Vampirjäger Hieronymus in mehrere Decken ein und schafften ihn wieder ins Dorf.

Hieronymus öffnete die Augen. Vor ihm war alles verschwommen,er starrte auf dunkelbraune Holzbretter, die wohl aussagten, dass er in einem Haus war, nur war er noch so benommen, dass er nicht wusste wo oben und wo unten ist. Also schloss er wieder die Augen und schlief eine weile.
Als er zum zweiten mal aufwachte, war sein Verstand wenigstens halbwegs beisammen. Er schaute langsam umher und sah die Umrisse von Vintus und seinen Männern. Vintus hat ebenfalls gemerkt, dass dieser aufgewacht ist. ,,Bei den Göttern, ihr lebt!" ,,Was ist geschehen?" ,,Einer meiner Männer hat dich mit einem Pfeil erwischt, aber mach dir keine Sorgen, du weißt ja jetzt, dass du lebst! Dieser Ayundae-Kult, wie er sich nannte, versuchte seit Jahren das Dorf hier zu vernichten. Wir waren eigentlich auf einer Durchreise und wollten hier nur ein paar Tage Rast machen. Aber wir mussten dem Dorf hier oft beistehen sich den Anschlägen dieser Wahnsinnigen zu widersetzen. Sie haben wirklich alles versucht. Vom missglückten Stürmen der Stadt bis hin zum Versuch an einem verregneten Tag das Dorf abzufackeln. Einmal haben sie es sogar mit Sprengstoff versucht. Dann entschloss sich vor Wochen dieser Haufen sich von einem Vampir zu beißen und diesen Kult zu gründen, damit sie das Dorf in der Nacht vernichten können. Wir beschlossen, dass einer von uns die Leute ausspionieren sollte. Ich habe mich dazu bereit erklärt. Den Rest kannst du dir denken. Du hast also von Fulgron Thamiens Tagebuch gehört? Dein Glück im Unglück, dass du hier bist. Wir können dir helfen nach Frostheim zu kommen, das ist unsere Geburtstadt. Wir haben hier in der Nähe unseren Kahn angelegt. Sobald die Nacht anbricht können wir los.
,,Warum wollt ihr mir helfen, obwohl ich ein Vampir bin?" ,,Nun, du sagtest, dass du geheilt werden willst. Ich musste meine Männer noch überreden mir zu helfen und sie überzeugen, dass sie dir trauen können. Und ich habe irgendwie das Gefühl, dass du diese Tat nicht getan hättest, wenn du gewusst hättest, was sie vorhatten nicht?" Hieronymus nickte. Dann legte er sich wieder hin und wartete auf den Anbruch der Dunkelheit, damit er mit Vintus´ Männern aufbrechen kann.

fortsetzung folgt


Zuletzt geändert von Borsti am 25. Aug 2010, 14:44, insgesamt 3-mal geändert.
Sig aus im RPG Edit: 3 Absätze doppelt oÔ


24. Aug 2010, 21:36
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